Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. September 2017

Im bitterbösen Rundumschlag-Modus

Von mir auch BBRUS-Modus genannt. Einfach so, weil mir gerade danach ist.

Der bitterböse Rundumschlag-Modus. Meinetwegen auch Wut-Frust-Ärger-Modus. Ja, ich würde gerne zum Rundumschlag ausholen. Weil ich nicht verstehe, wie vernagelt und dumm Menschen sein können.

Wenn ich mir das Wahlergebnis so anschaue, drängt sich mir der starke Verdacht auf, dass die durchschnittliche Intelligenz des durchschnittlichen Wählers noch unterhalb der eines Einzellers liegen muss. Anders ist dieses Ergebnis doch wahrlich nicht zu erklären!

Kein Einzeller käme auf die Idee, sich als Hauptgericht auf die Speisekarte seines Fressfeindes zu setzen, denn soooo blöde ist selbst ein Einzeller nicht.

Der durchschnittliche Wähler dagegen, setzt sich mit Vorliebe als Tagesgericht auf die Speisekarte, da er ja in der Vergangenheit noch nicht genug verarscht und ausgenommen wurde. Er tauscht freudig weniger Sozialleistungen, weniger Bildung und weniger soziale Sicherheit gegen immer mehr leere Versprechungen alter "ichklebeanmeinemSitz-Politiker" und neuer Möchtegern-Heilsversprecher. Selbst denken ist aus der Mode, denn dann müssten ja die eigenen Gehirnzellen Leistung erbringen, während das Konsumieren vorgekauter "Es ist/wird mit mir/uns alles besser!"-Betrüger so viel einfacher ist.

Glückwunsch durchschnittlicher Wähler, Du hast es geschafft, mich davon zu überzeugen, dass es immer noch dämlicher geht!

Ich habe die Menschen satt, so satt! Ihr Lügen und Betrügen, ihre Dreistigkeit und ihre Dummheit!

Gerade wieder meinen Vermieter, der mir erneut eine Modernisierung unterjubeln will, ohne sie vorher anzukündigen. Da geht es nach dem Motto: "Freuen Sie sich, demnächst haben Sie Breitbandkabelanschluss!" Wie hoch die garantiert folgende Mieterhöhung wird, wird der Erwähnung nicht wertgehalten. Modernisierungsankündigung? Damit Mieter womöglich ihre Rechte einfordern? Lieber nicht! Wozu auch? Mieter sind ja dumme Schafe, die alles mit sich machen lassen! Dreistigkeit siegt! Zu oft für meinen Geschmack.

Ach ja, falls man dringend zum HNO-Arzt will, sollte man mindestens über ein abgefallenes Ohr, eine aufgequollene Nase oder eine zugeschnürte Kehle verfügen, da man ansonsten von der allmächtigen Tresenkraft auf einen Termin in frühestens zwei Monaten hingewiesen wird. Sofern man Glück hat und die Tresenkraft gerade im Samaritermodus agiert.

Ich habe die Menschen satt! Die, die angeblich immer nur die Wahrheit hören wollen, und beleidigt reagieren, wenn die Wahrheit sie selbst betrifft!

Ich habe es so satt Menschen zu lieben, die aus dummen und unerfindlichen Gründen beschlossen haben, mich zu ignorieren. Ich habe es satt, Menschen zu mögen, die nicht ehrlich zu mir sind, weil sie es anscheinend nicht einmal zu sich selbst sein können. Ich habe es so satt!

Und ich bin wütend. Wütend auf mich selbst, dass mir dieses Wahlergebnis Angst macht. Wütend, dass mir die Energie fehlt, die über  500 Londonbilder zu sortieren und zu bearbeiten. Wütend darüber, dass ich Termine nicht wahrnehme, weil ich keine Kraft dazu habe. Wütend, weil meine Waschmaschine ihren Geist aufgegeben hat und die Lieferung in die Wohnung mit Anschluss der neuen und Mitnahme der alten Maschine so extrem schwierig ist. Genervt, weil meine Schulter immer noch schmerzt und ich es nicht zum Orthopäden schaffe.

Wo sind die Aliens, wenn man sie braucht? Warum kann ich kein Einzeller sein? Oder gehirnlos? Oder gefühllos?

Ich habe die Menschen so satt, und wenn es nicht ein paar wenige gäbe, an denen mir etwas liegt und von denen ich weiß, dass ihnen etwas an mir liegt, vielleicht würde ich dann aufgeben. Der Drang sich zu verkriechen ist groß und zurzeit gebe ich ihm nach.

Am liebsten würde ich einen Großteil der Menschen schütteln und ihnen ins Gesicht schreien, dass sie endlich selbst denken und menschlich handeln sollen. Menschlichkeit ist das, was mir in dieser Gesellschaft am meisten fehlt und was zu einem immer selteneren Gut zu werden scheint.

Ich habe es satt, so zu sein, wie ich bin und so zu fühlen, wie ich fühle! Und weiß im Innersten doch ganz sicher, dass ich genauso richtig bin. Weil ich bin, wie ich bin, verzweifle ich an den Menschen. Weil ich fühle, wie ich fühle, fehlt mir die Menschlichkeit.

Nein, ich bin richtig, nur die Welt um mich herum, die fühlt sich so falsch an! So verdammt falsch! Und das ist es, was ich am meisten satt habe!


Ariana

 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<



© Text by Ariana Lazar 27/09/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Samstag, 22. Juli 2017

Olle Kamellen und mehr

Mosaik Gesicht und Maske

Manchmal ist Facebook gar nicht so übel. Heute hat es mich immerhin daran erinnert, dass ich auf den Tag genau vor zwei Jahren das Gedicht "Ein Stückchen Antrieb" im Blog veröffentlicht habe.

Wie sich die Zeiten gleichen, selbst wenn sie sich ändern. So ein Stückchen Antrieb könnte ich derzeit wieder gut gebrauchen, aber auf ein Päckchen mit passendem Inhalt werde ich wohl nicht hoffen können. Wenn mich schon DHL mit den normalen Paketen nicht beliefert, weil ich angeblich hier nicht wohne, ist es doch kein Wunder, dass der Antrieb mich nicht finden kann! Der arbeitet bei DHL!

Äußerst passend zur derzeitigen Stimmung liegen noch ein paar Gedichte auf dem PC, die sich wunderbar eignen, meinen aktuellen Gemütszustand zu dokumentieren. Immerhin, sie sind schon fertig. Ich müsste mich also nicht erneut bemühen, was ohne, ihr wisst schon was, schlicht in die Kategorie "extrem schwer bis nahezu unmöglich" gehört.

Als hätte ich es geplant, spielt das Wetter im Moment ausgezeichnet mit. Geradezu regiegerecht. Der Gewittersturm mit Blitz, Donner und wasserfallartigem Regen bietet die notwendige Dramatik plus eindrucksvoller Musikuntermalung für mein "Trauerspiel im Loch". Hitchcock hätte mein Innenleben kaum beeindruckender in Szene setzen können. Fehlen nur noch die langsamen Kamerafahrten. Gut, langsam kann ich!

Wie bereits erwähnt, ein paar Gedichte hätte ich noch, aber irgendwie ist mir heute eher doch nach etwas mehr Heiterkeit. Schwankend zwischen einem Gedicht und einer Kurzgeschichte, habe ich mich für ein Gedicht entschieden.

Es hat ein paar Jahre auf dem Buckel und entstand zu einer Zeit, als ich noch ein eigenes Forum hatte. Die Charaktere haben, mehr oder weniger, reale Menschen zum Vorbild. Und ja, die Psychiatrie kommt da nicht unbedingt gut weg.

Psychiatrieerfahrung kann man so oder so verarbeiten. Mir gefällt diese Art ganz gut.

P.  S. Die Figur des Psychiaters ist frei erfunden. Man findet jedoch, ohne sich mit der Suche groß anstrengen zu müssen, durchaus ähnliche Persönlichkeiten im therapeutischen Bereich. Etwaige Ähnlichkeiten sind daher durchaus beabsichtigt.

Neugierig?

Hier entlang geht es zu ---> Dr. Crumbfett

Ein paar heitere Minuten wünscht


Ariana

 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<


© Foto & Text by Ariana Lazar 22/07/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Donnerstag, 20. Juli 2017

Schaumträume - Traumschäume


Träume sind Schäume, sagt laut jedermann der Volksmund. Wobei ich weder jedermann noch den Volksmund je kennenlernte.

Sind Träume nur Schäume?

Ich sage Nein und ich muss es wissen, denn ich träume jede Nacht. Manchmal sogar mehr als nur einen Traum. In Farbe mit Surround-Sound!

Im Moment beherrschen hauptsächlich Albträume meine Nächte.

Die Psychologie steht auf dem Standpunkt, dass wir unsere Erlebnisse in Träumen verarbeiten. Sowohl die Alltäglichen, wie auch die in der Vergangenheit liegenden.

Um unsere Träume herum tummelt sich ein Heer von Forschern, Gelehrten und solchen, die sich dafür halten. Neben der Traumdeutung nach Freud, der überall Sex lauern sah (der Mensch muss enorme Probleme mit seinem Sexualleben gehabt haben!), und die immer noch maßgeblich Platz in der Psychoanalyse beansprucht,  deuten auch Verfechter von Carl Gustav Jung, Esoteriker, Wahrsager, Mathematiker und Hirnforscher unsere Träume nach Bedarf und Gusto. Wer vermag da wem zu folgen oder gar zu glauben?

Das Beste ist, ich traue meinem Gefühl, denn das ist seit langem Bestandteil meiner eigenen Forschungen.

Meine Träume sind sehr vielseitig und vieldeutig. Sie decken eine riesige Bandbreite ab. Von lustig bis beängstigend, von verständlich bis undeutbar.

Und manchmal, manchmal ebnen sich meine / unsere Sehnsüchte in unseren Träumen Bahn. Sie rücken zurecht, was nicht am richtigen Platz zu sein scheint. Erwecken unsere Hoffnung oder machen uns bewusst, was uns in unserem Leben fehlt.

Dann erwacht man und muss feststellen, dass der Traum leider nur ein Traum war. Egal, wie echt und warm sich die tränenreiche Umarmung angefühlt hat.

Allein bleibt man zurück. Traurig, doch nicht hoffnungslos. Und ich vertraue auf die Zeit, wie ich das schon oft getan habe.

Und, ja, ich schreibe ein Gedicht. Schreibe mir die Trauer und die Hoffnung von der Seele.

Nur für mich. Ohne etwas zu verlangen. Ohne etwas zu erwarten. Nur um zu sagen: Hab Dich lieb! Egal was war. Egal was ist. Egal was kommt.



Ariana



© Foto & Text by Ariana Lazar /2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Sonntag, 16. Juli 2017

Gefangen zwischen Normalnull und dem Mittelpunkt der Erde


Mitte Juli und ich sitze immer noch tief im Loch. Gefangen im Irgendwo zwischen Normalnull und dem Mittelpunkt der Erde.

Mitte Juli und ich bestehe trotzig darauf, dass der Juni jetzt vorbei ist und es mir gefälligst langsam besser gehen sollte. Ich habe schon lange mehr als genug.

Das Loch


Und was passiert? Das Loch, in dem ich sitze, schaut mich mit einer Mischung aus Langeweile und leichter Empörung ungnädig an, schnauft ungehalten, ruckelt ein wenig, um es sich bequemer zu machen und lässt mich ein paar Meter tiefer plumpsen.

Dann schenkt es mir, tief zufrieden ob seiner Leistung, einen gönnerhaften Blick, schließt genussvoll die dunklen Augen und ich erkenne, dass es beschlossen hat, mich für die nächste Zeit zu ignorieren. Natürlich nur, solange ich nicht protestiere.

Wer jetzt einwirft, dass Löcher weder gucken noch ruckeln, hat bisher eben in den falschen Löchern gesteckt! Wer sich jedoch im Universum bereits gründlich umgeschaut hat, dem leuchtet ein, dass Löcher unheimliche Existenzen sind und viele von ihnen ein erstaunliches Eigenleben entwickeln.

Das reguläre Loch ist einfach nur ein Loch. Es existiert und damit hat es sich. Es gibt unzählige von ihnen. Sie kommen in allen Arten und Größen vor, können natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein und gehören zum normalen Umfeld des Menschen. Es gibt überall Löcher! Angefangen von Löchern in den Zähnen, bis zu den riesigen Löchern, auch Höhlen genannt, die sich in Bergen, sowohl über, als auch unter Wasser finden lassen.

Die Trypologie ist eine extrem junge Wissenschaft, die erst am Anfang steht und befasst sich mit den oben beschriebenen Phänomenen.

Total unerforscht sind dagegen die immateriellen Löcher, die es sich, so hat es den Anschein, zur Aufgabe gemacht haben, Menschen in sich hineinzuziehen und festzuhalten.

Dies sind zweifelsohne die Schlimmsten ihrer Art! Sie sind für Außenstehende nicht sichtbar, zehren an den Kräften dessen, der in sie hineingeraten ist, und verfügen über die unangenehme Eigenart, äußerst hartnäckig und beständig zu sein.

Aus diesem Loch zu entkommen, bedeutet, dass man ungeheure Kräfte freisetzen muss, die man aber nicht hat, da diese, noch bevor sie sich entfalten können, bereits von der unendlichen Schwärze der Tiefe aufgesogen werden. Solcherart Loch lebt von der Lebensenergie des Eingesperrten.


Der Kampf


Ich würde lieber gegen Windmühlenflügel kämpfen, dann wären meine Chancen zu gewinnen weitaus größer!

Ja, ich kämpfe. Jede Minute, jede Stunde, jeden Tag. Und ich bin müde, gefrustet und wütend, dass sich nichts ändert. Ich rutsche tiefer und mein Loch macht es sich gemütlich.

Lange habe ich überlegt, ob ich überhaupt im Blog schreiben soll, wie es mir gerade ergeht. Was natürlich die lange Schreibpause in diesem Monat erklärt und damit auch ganz viele der vergangenen Blogpausen.

Es gibt keine Bilder, weil ich diesen Monat noch kein einziges Foto gemacht habe. Das ist auch schwierig, wenn man es ein- bis zweimal die Woche so eben schafft, zum Discounter zu gehen und sich Lebensmittel zu besorgen. Schon das schaffe ich nur mit Mühe.

Klar weiß ich, dass mir dieses oder jenes gut tun würde, nur was hilft mir das Wissen darum, wenn mir die Kraft fehlt?

Im realen Leben habe ich keine Probleme zu erzählen, wie es mir geht, wenn mich jemand fragt. Und wann fragt mich schon jemand. Es sieht mir niemand an, welch kräftezehrenden Kampf ich führen musste, bevor ich die Haustür hinter mir schließen konnte.

Hier ist das anders. Hier sitze ich vor dem PC, schreibe für mich und weiß nicht, wer das liest, was ich so mittels Tastatur von mir gebe. Oder ob es überhaupt jemand liest.

Dazu kommt etwas, was mir total wichtig ist: Ich will kein Mitleid und ich will auch nicht, dass sich das, was ich schreibe, wie Gejammer anhört. Ich habe nie gejammert und ich will nicht jetzt damit anfangen. Nur, wenn man im Loch sitzt, worüber soll man dann schreiben? Über den Baum draußen vor dem Fenster?

Viel lieber würde ich über andere Dinge schreiben, über schöne, angenehme oder auch total verrückte Dinge. Doch das Schreiben darüber entzieht sich mir gerade. Ja, selbst das Schreiben fällt mir derzeit schwer. Jedes Wort ein kleiner Kampf. Jede Zeile ein größerer.

Im Moment habe ich es einfach satt. Ich habe die Albträume satt, die mich seit Wochen wieder fast jede Nacht heimsuchen. Ich habe die unruhigen Nächte satt, die mich unausgeruht am Morgen zurücklassen. Ich habe die Müdigkeit satt, die tief in meinem Mark sitzt und sich dort mit der Schwere und der Schwärze ein Stelldichein gibt. Und ich habe die Kämpfe satt, für die mir die Kraft fehlt und die ich dennoch führe, weil ich keine andere Wahl habe.

Was mir bleibt? Mir bleibt die Hoffnung, dass es besser wird. In einer Minute, einer Stunde, einem Tag. Daran halte ich mich fest. Gegen jede Vernunft.


Morgen vielleicht.


Morgen.


Ariana




© Foto & Text by Ariana Lazar 16/07/2017


Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Samstag, 17. Juni 2017

Die Korrektur der Disharmonie



Der Mensch überschätzt sich maßlos.


Diesen Satz einer Facebook-Freundin erkläre ich zu meinem heutigen Lieblingssatz.

Es gibt immer wieder Sätze, die mich einen oder mehrere Tage lang begleiten, sich festsetzen und mich zum Nachdenken anregen. Obigen Satz kann ich nur unterstreichen. Doppelt.

Anzunehmen, dass dieser unser Planet besatzungslos durchs Weltall treibt, nur weil es keine Menschen mehr darauf gibt, das mutet schon sehr überheblich an. (Verzeih mir Josef, aber ich nenne die Dinge gerne beim Namen.)

Der Mensch als "Krone der Schöpfung"? Wem ist bloß dieser Schwachsinn eingefallen?

Sind wir nicht eher ein Fehler? Ein destruktives Missgeschick? Ein misslungenes Experiment der Evolutionsgeschichte?

Vor einiger Zeit habe ich mit steigendem Interesse eine sogenannte Dokufiktion-Serie geguckt, die sich "Zukunft ohne Menschen" (Wikipedia) nannte und davon ausging, dass sämtliche Menschen an einem Tag aufhörten zu existieren.

Ein sehr interessantes Szenario mit vielen überraschenden Möglichkeiten. Nun, jedenfalls stirbt das Leben nicht aus, nur weil die Menschen verschwinden. Ganz im Gegenteil, das Leben scheint zu explodieren und die Natur wird sich schnell zurückerobern, was der Mensch zerstört hat. Eine Entwicklung, die ich auch ohne diese fiktive Doku vorausgesehen hätte, da sie mir absolut stimmig und logisch erscheint.

"Die Korrektur der Disharmonie" ist die Geschichte, die sich mir spontan dazu aufgedrängt hat. Es ist eine Science-Fiction-Geschichte. Die Short Story hatte ich 2011 auf SFBasar veröffentlicht und sie wurde, das Gefühl drängte sich mir auf, damals nur teilweise verstanden.

Die meisten Menschen sehen lediglich das Offensichtliche, bleiben an der Oberfläche und verbeißen sich in Nichtigkeiten, womit ihnen der tiefere Sinn einer Erzählung größtenteils verborgen bleibt.

Genug der Vorrede! Lasset die Geschichte beginnen!

Viel Vergnügen


Ariana

Epilog: Was die Kurzgeschichte mit der menschlichen Selbstüberschätzung zu tun hat? Findet es heraus!

PPS: Veröffentlicht wurde die Science-Fiction-Story ursprünglich unter dem Pseudonym Maria Nazira

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<<


Die Korrektur der Disharmonie

Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte

von

Ariana Lazar


Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar. Überall an den Tischen des großen freundlich dunklen Raums saßen die Schüler ruhig vor ihren Galaktoplanoren und arbeiteten konzentriert an ihren Experimenten, die der Prüfungsvorbereitung dienten.

Sie alle würden die Prüfung, die in Kürze auf sie zukam, bestehen, da war sich das Kroxal sicher, schließlich bildeten diese Prüflinge die Elite der Lehranstalt. Ausgewählt aus Tausenden von Bewerbern, vereinte sich hier die Essenz des unerbittlichen Auswahlverfahrens.

Die Ausbildung zum Galaktoplanorator bedeutete gramorphenlangen Verzicht auf Vergnügungen, harte Arbeit und ein Wissenspotential, das weit über das anderer Talente hinausging.

Als Junal, am Anfang seiner Laufbahn, waren die Jungen sein Aufgabengebiet gewesen.

Das Junal galt als die erste Stufe der Transformation in dem keine Disharmonien mehr entstanden. Da sich jedoch jeder Junal ausgezeichnet an diese unangenehmen Zustände erinnerte, war es dieser Alterstufe als Pflicht auferlegt, sich um die Jungen zu kümmern.

Etwas Schwierigeres gab es nicht. Bei jeder kleinsten Disharmonie bestand die Gefahr, dass ein Junges zu pulsieren anfing, was, wenn man diese nicht schnell genug beseitigte, innerhalb weniger Grkse zur völligen Existenzvernichtung führte. Gerade die außergewöhnlich Begabten tendierten vermehrt zu Disharmonie und Pulsation und nur wenigen von Ihnen gelang die Transformation zu den Mitteljungen.

Eine Aufgabe, die viel Energie verschlang, die eigene Existenz in Gefahr brachte und deshalb auch nur in dieser bestimmten Zeit geleistet werden konnte.

Nachdem es die ersten Zeitalter in voller Harmonie mit den Jungen verbracht hatte, war es als Kroxal, so lautete seine jetzige Transformationsstufe, zu den Mitteljungen gewechselt, um diese auszubilden. Bei den nur noch vereinzelt auftretenden Disharmonien verfielen die Mitteljungen nicht mehr in unkontrollierte Pulsationen, was die Arbeit des Kroxal sehr erleichterte.

Dies war natürlich nur die Grundausbildung, die ein Mitteljunges dazu befähigte selbstständig an und mit einem Galaktoplanor zu arbeiten. Erst als Kroxal wären sie, wie Pokri Kanikro, in der Lage, sich genügend auszudehnen, um eine große Anzahl eigener Galaktoplanore problemlos gleichzeitig zu überwachen.

Mitten in Pokris Betrachtung mehrerer Galaktoplanoren erreichte eine Disharmonie erschreckender Größe sein auf Mkratos Pnikmijus gerichtetes  Außen-Teil. Da Mkratos normalerweise über ein sehr ausgeglichenes und harmonisches Wesen verfügte und zudem eines der begabtesten Mitteljungen war, handelte Pokri ohne Zeitverzögerung. Augenblicklich veränderte es seine äußere Gestalt so, dass ein Teil seines Körpers in unmittelbaren Kontakt mit dem Mitteljungen treten konnte, ohne einen der anderen Schüler in seiner Harmonie stören zu müssen.
Beruhigend wirkte es sanft und behutsam auf das Mitteljunge ein, dabei vorsichtig bemüht, den Grund der Disharmonie schnellstmöglich zu ergründen und zu eliminieren.

Ein Blick auf den Galaktoplanor genügte. Bei dem derzeit laufenden Experiment verhielten sich einige der Komponenten unangemessen disharmonisch. Eine der maßgeblichen Komponenten schien außer Kontrolle geraten zu sein und verhielt sich äußerst zerstörerisch anderen Komponenten gegenüber. Das an sich wäre nicht so tragisch, da das in diesem Stadium der Experimente oft der Fall war und die Schüler lernen mussten, mit den Disharmonien niederer Existenzen umzugehen. Nur wer Disharmonie ertrug, war schließlich in der Lage, sie in Harmonie zu verwandeln, aber diese Komponente schoss weit über das erträgliche Ziel heraus.

Sie wütete gegen jede andere Komponente des Experimentes, hatte schon eine beträchtliche Anzahl restlos eliminiert und schien nicht abzuhalten zu sein, weitere Komponenten zu vernichten. Was Mkratos jedoch an den Rand eines disharmonischen Schocks gebracht hatte, war die Tatsache, das jene schreckliche Komponente, „Mensch“ tituliert, keinerlei Rücksicht auf die eigenen Existenz-Einheiten zu kennen schien, sondern auch diese ohne Zögern vernichtete.
Pokri überlegte nicht, hier musste es sofort eingreifen. Eine kleine Korrektur unter Mithilfe der entprechenden Schaltfläche seines Galaktoplanors genügte und die Komponente „Mensch“ existierte nicht mehr.

Nach dem Verschwinden der disharmonischen Existenz verebbte auch die Disharmonie bei Mkratos Pnikmiju. Die Harmonie kehrte zurück und Pokri vermittelte dem Mitteljungen, wie es solche Auswüchse in Zukunft frühzeitig entdecken und vermeiden könne. Noch ein paar Ratschläge gebend, was eine Verbesserung der übrig gebliebenen disharmonisch agierenden Komponenten zur Folge haben würde, und der Kroxal zog sich wieder zusammen.

Als Galaktoplanorator übernahm man eine ungeheure Verantwortung, dementsprechend vielfältig waren die Fallen, die von den Prüfern in die einzelnen Experimental-Programme eingebaut worden waren.

Die Komponente „Mensch“ hatte sich dabei als besonders prüfungswirksam herausgestellt. Zum Einen verfügte sie über einen nicht zu unterschätzenden emotionalen Faktor, der die Schüler veranlasste, sie nicht von Anfang an zu eliminieren und zum Anderen hatte man ihr genügend disharmonisches Potential beigefügt, um die  Harmoniestabilität der Schüler zu prüfen. Ein Nichtbestehen konnte gleichbedeutend mit dem Existenzende sein.

Der erste seiner Prüflinge hatte den Test der Harmoniestabilität bestanden! Sollte es auch die zahlreichen noch ausstehenden Prüfungen bestehen, hatte es eine reelle Chance, einmal Kroxal zu werden.

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar.

Ende

© by Maria Nazira 2011 / Ariana Lazar 2017

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!



© Foto & Text by Ariana Lazar 17/06/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Donnerstag, 15. Juni 2017

Nachtgedanken



Vor über einem Jahr habe ich dieses Gedicht geschrieben, es eben wieder entdeckt und festgestellt, dass es nichts von seiner Aktualität verloren hat. Ich weiß nicht, ob es gut ist, was ich aber weiß ist, dass es tief aus meiner Seele kommt, heute wie vor einem Jahr.

Zeitlos das Leid. Blind der Mensch. Wie vor zehn Jahren. Wie vor hundert Jahren. Wie vor tausend Jahren. Seit Anbeginn der Menschheit.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
 

Nachtgedanken

von Ariana Lazar



Hörst Du den Wind da draußen weinen
in der finstren, kalten Nacht?
Die kalte Nacht in Deinem Herzen
hat ihn um den Schlaf gebracht.

Siehst Du der Sonne Tränen,
versteckt hinter grauem Wolkenkleid?
Deine Hasstiraden nähren,
ihren Kummer und ihr Leid.

Hörst Du das Lied des Stacheldrahtes,
das erzählt von Schmerz und Tod?
Doch Du verstopfst nur Deine Ohren,
willst nichts hören von der Not.

Siehst Du den Mond vom Himmel schwinden,
obwohl es längst nicht seine Zeit?
Er sucht Menschlichkeit zu finden,
um zu lindern Menschenleid.

Hörst Du das Blut in Deinen Ohren,
dass verzweifelt Liebe spricht?
Dein Geschrei, durch Hass geboren,
verflucht Dein Kind. Spürst Du es nicht?

Sieh endlich hin! Öffne die Ohren!
Noch ist es Zeit, sich umzudrehn.
Sind die Früchte des Hasses erst geboren,
wird es schwer zurückzugehn.

Denn Kinder aus Hass geboren
fressen Dich mit Augen und Ohren!
Verschlingen alles mit Haut und Haar.
Alles, was einst menschlich war.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<<


Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!



© Foto & Text by Ariana Lazar 15/06/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Dienstag, 6. Juni 2017

Flashback - Blitzartige Erinnerungen



Heute


Es wird ernst. Ein komisches Gefühl in der Magengegend, leichte Beklemmung in der Brust. Leise Zweifel, ob dieses Schrittes in eine neue Richtung.

Das ist normal, sage ich mir. Veränderungen sind nie leicht, kosten immer Überwindung. Es ist halt nie abzusehen, was sich daraus ergibt.

Wohin der neue Weg führt? Abwarten. Es wird schon gut werden.

Ich rede mir selbst gut zu, blicke zurück auf den langen Weg, den ich schon gegangen bin, und mache mir selbst Mut. Es ist notwendig. Noch einmal tief durchatmen. Dann Augen auf und durch!

Vorgestern


Dies ist keine übliche Geschichte. Nichts auf meinem Blog ist auch nur annähernd damit vergleichbar. Kein netter Spaziergang, keine schönen Bilder. Es zeigt die andere Seite in meinem Leben. Die Dunkle, Schmerzvolle. Nur ein paar Stunden die es in sich hatten. Eine Nacht, nach der nichts mehr so war wie zuvor. Ereignisse die mein Leben auf den Kopf stellten und es mehr veränderten als alles davor oder danach.

Was ist ein Flashback?


Laut Wikipedia ist ein Flashback "(englisch, blitz(artig) zurück, sinngemäß übersetzt etwa Wiedererleben oder Nachhallerinnerung) ein psychologisches Phänomen, welches durch einen Schlüsselreiz hervorgerufen wird. Die betroffene Person hat dann ein plötzliches, für gewöhnlich kraftvolles Wiedererleben eines vergangenen Erlebnisses oder früherer Gefühlszustände. Diese Erinnerungen können von jeder vorstellbaren Gefühlsart sein.

Der Begriff wird vor allem dann benutzt, wenn die Erinnerung unwillkürlich auftaucht und/oder wenn sie so stark ist, dass die Person die Erfahrung wieder durchlebt, unfähig, sie völlig als Erinnerung zu erkennen."


Eine sehr gute, überaus verständliche und ausführliche Erklärung für das Wort "Trigger" habe ich auf dem Blog TraumaReport gefunden, das diesmal ebenfalls eine Rolle spielen wird.

Achtung Trigger!


Dies wird meine erste Geschichte, der ich diese Warnung voranstelle. Diese Geschichte ist keine Fiktion, sondern ein kurzes, aber grelles Blitzlicht aus meiner eigenen Vergangenheit.

Besonders sensible Menschen, Menschen mit Gewalterfahrungen und/oder Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen und eventuell damit verbundenen Psychiatrieaufenthalten sollten gut abwägen, ob sie die folgende Kurzgeschichte lesen wollen, da sie mehrere Trigger enthält. Keine leicht verdauliche Kost.

Eine dringende Bitte lege ich jedem Leser ans Herz: wenn es zu viel wird, lege eine Pause ein oder hör auf! Selbstfürsorge ist oberstes Gebot und gilt hier ganz besonders. Achte gut auf das eigene Bauchgefühl, das ist in der Regel der sicherste Indikator und zeigt mit untrüglicher Sicherheit an, wann es genug ist.

>>>>>>>>>><<<<<<<<<<


Flashback

Eine Kurzgeschichte 
von 
Ariana Lazar

Man hat mich im Krankenwagen hierher gebracht. Hierher, in diesen großen weißen kalten Raum. Mitten in der Nacht. Ich soll auf den Arzt warten, hat man mir gesagt. Nicht einmal anziehen durfte ich mich. Sitze hier im Schlafanzug im kalten Licht einer Schreibtischlampe. Was soll ich hier? Um diese Zeit sollte ich zu Hause sein, bei den Kindern.

Endlich kommt der Arzt. Seine Stimme hallt in dem großen Raum. Er stellt mir eine Menge seltsamer Fragen, die ich alle ehrlich beantworte. Er glaubt mir nicht, das kann ich sehen.

Als er den Raum verlässt, sagt er noch, dass mich jemand abholen wird und ich warten soll.

Ich warte. Lange. Die Zeit dehnt sich aus bis in die Endlosigkeit, aber es kommt niemand. Ich habe die Kinder nachts noch nie alleine zu Hause gelassen. ER ist zwar da, aber das ist keine gute Lösung. Ich warte weiter. Man hat mich vergessen. Wahrscheinlich war alles ein blöder Irrtum und man hat nur vergessen mir mitzuteilen, dass ich nach Hause gehen kann.

Langsam stehe ich auf, verlasse den Raum. Meine Orientierung funktioniert noch, den Weg durch die langen spärlich beleuchteten Klinikflure hinaus ins Freie, ich finde ihn mühelos. Ich habe keine Eile, freue mich in ein paar Minuten wieder da zu sein, wo ich hingehöre.

Plötzlich Schritte und Stimmen hinter mir. Zwei Männer rufen, dass ich stehen bleiben soll. Angst steigt in mir auf, ich laufe schneller. Niemand sonst in meiner Nähe. Sie fangen an zu rennen, ich auch. Nur weg hier! Sie sind schneller als ich in meinen Pantoffeln, die mich am Laufen hindern. Sie erwischen mich. Schreien mich an. Reißen mich an meinen Armen herum und zwingen mich mit roher Gewalt zur Umkehr.

Niemand hört meine Schreie und kommt mir zu Hilfe. Es ist Nacht, niemand mehr unterwegs. Nur diese Männer, die mich zurückzerren, so sehr ich mich auch wehre. Sie sind so viel stärker als ich. Ich habe keine Chance. Als ich das erkenne, höre ich auf zu schreien, aber ich wehre mich weiter so gut ich kann. Es hilft nichts. Sie reden auf mich ein, aber ich verstehe sie nicht, spüre nur ihre Hände, die sich schmerzhaft in meine Arme krallen und bestehe nur noch aus Angst und Panik. Warum hilft mir denn niemand? Was geschieht hier mit mir?

Zurück in der Klinik schnallen sie mich auf einen Rollstuhl fest. Ich will hier weg! Was haben die mit mir vor? Atemlos, panisch, wehrlos wie ich bin, höre ich dennoch nicht auf entkommen zu wollen. Man schiebt mich in einen Aufzug und dann geht es abwärts. Als die Fahrstuhltüre sich wieder öffnet, erkenne ich einen gefliesten Keller. Todesangst. Da ist kein Platz mehr für ein anderes Gefühl. Nur pure Todesangst.

Der Mann, inzwischen ist es nur noch einer, schiebt mich durch nicht enden wollende geflieste Tunnelgänge. Kaltes Neonlicht verstärkt die tödliche Kälte ausstrahlenden alten Fliesen. Ein wahr gewordener Albtraum. Ein Szenario wie aus einem Horrorfilm. Meine Kehle ist wie zugeschnürt, ich bekomme kaum noch Luft. Die Angst hält mich erbarmungslos in ihren scharfen Krallen.

Irgendwie bekomme ich die Füße aus den Schnallen, in denen sie festsitzen, stemme diese mit aller noch vorhandenen Kraft gegen den Boden, um die Fahrt zu beenden. Hoffnungslos. Vergebens. Der Mann kippt den Rollstuhl nach hinten und schiebt einfach weiter. Meine Welt ist aus den Fugen geraten und ich bin sicher, dass am Ende des Tunnels mein eigenes Leben zu Ende gehen wird. Unmöglich kann ich diese Nacht überleben.

Als ich schon alle Hoffung auf ein Ende dieser Tunnelfahrt aufgegeben habe, geht es mit einem weiteren Aufzug aufwärts. Fremde Menschen blicken mich teilnahmslos an, als ich den langen Flur entlang geschoben werde. Mir wird gleich klar, hier habe ich nichts zu erwarten. Kein Mitgefühl. Keine Hilfe. Nicht einmal Interesse. Gleichgültigkeit. Abgestumpftheit. Desinteresse.

Als wir in einem helleren Raum ankommen, in dem sich mehrere Menschen befinden, atmete ich kurzfristig auf. Aber nicht lange.

Man schiebt mich in ein Zimmer, bugsiert mich auf ein Bett. Dann kommt jemand mit einer Spritze, die er mir geben will. Meine Panik steigt ins Unermessliche. Jetzt ist es also soweit. So soll es also passieren. Mit einer Spritze. Vergiften wollen sie mich also und erwarten, dass ich es einfach so mit mir geschehen lasse. Augenblicklich ist sie wieder da, die Todesangst. Sie werden mir eine tödliche Spritze geben und niemand wird jemals erfahren, was mir wiederfahren ist. Wer tot ist, redet nicht.

Nein! Nein, ich will diese Spritze nicht! Ihr wollt mich umbringen! Ich schreie aus Leibeskräften und wehre mich mit allem, was ich noch zur Verfügung habe. Zu viert stürzen sie sich auf mich. Ich rufe laut und verzweifelt nach meiner Mutter, die schon lange nicht mehr lebt. Ich werde zum Kind. Schreie. Krümme mich. Biete alles auf, was ich noch mobilisieren kann und kämpfe wie eine Ertrinkende um mein Leben.

Sie gewinnen. Schnallen mich fest. Selbst mit den Lederriemen an den Handgelenken, den Fußgelenken, über Brust und dem Bauch setze ich mich noch zur Wehr. Ich will nicht sterben!

Irgendwann gelingt es ihnen mir die Spritze zu verabreichen, da resigniere ich. Vergewaltigt, erniedrigt, niedergerungen, wehrlos warte ich auf den Tod. Selbst jetzt will ich mich dem Tod nicht ergeben, weigere mich trotzig zu sterben. Einmal, wenigstens noch ein einziges, letztes Mal will ich den Himmel sehen. Ein letztes Mal den Tag begrüßen.

Und so liege ich auf dem Bett, weigere mich zu sterben oder zu schlafen und starre ununterbrochen auf das vergitterte Fenster, das mir einen kleinen Ausblick auf den Nachthimmel gestattet.

Die Zeit verliert ihre Bedeutung. Tränen laufen über mein Gesicht, weil ich meine Kinder nie mehr sehen werde. Die Anderen, sie haben gewonnen. Wieder einmal bin ich unterlegen, muss der Gewalt nachgeben. Endgültig diesmal.

Stunden liege ich so. Weinend. Ohne Hoffnung. Ohne Zukunft. Zerbrochen. Zerschlagen. Unendlich einsam. Sterbend.

Langsam wird es Tag. Von meinem Platz aus kann ich ein winziges Stück Himmel sehen. Es wird blau. Und ich lebe. Immer noch!

>>>>>>>>>><<<<<<<<<<


Manchmal muss man sterben, um zu leben!

Ariana



Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!

© Foto & Text by Ariana Lazar 06/06/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Montag, 5. Juni 2017

Diagnose: MENSCH!


Gestern Nacht habe ich einen neuen Blogartikel geschrieben. Einen Artikel, der derzeit im Blog "auf Eis" liegt. Entstanden aufgrund eines persönlichen Ereignisses zu einem Thema, das immer noch mit vielen Tabus behaftet ist und zu dem seltsame, teilweise sehr abstruse Ansichten in Umlauf sind.

Ein Thema, das zu mir gehört, wie das Atmen. Wie kann ich es hier ausklammern? Wie kann ich etwas nicht ansprechen, was mein Leben so stark geprägt hat und meine Handlungen immer noch beeinflusst? Was hindert mich an der Veröffentlichung?

Das Thema Psychiatrie


ist eines der letzten großen, von Angst, Vorurteilen und Tabus besetzten Themen unserer Zeit. Viele wird diese Aussage zum Widerspruch reizen, denn Burn-out und Depression werden heutzutage immer öfter in diversen Medien behandelt. Das stimmt. Jedoch nur bedingt, denn in diesen Ausnahmefällen gilt unterschwellig zu häufig der Tenor: Die armen, armen Menschen, die darunter leiden!

Wie mich dieses Mitleid heischende falsche Getue ankotzt!

Oft wird im Rahmen vorgeblicher Aufklärung ein teilweise gefährliches Nicht- bzw. Halbwissen unter die Menschen gebracht. Dieses Halbwissen führt in vielen Fällen dazu, dass sich Hinz und Kunz dazu berufen fühlen jedem, der in einer psychischen Krise steckt ungefragt und ungebeten unnütze "gut gemeinte" Ratschläge zu erteilen, die, im günstigsten Fall, nichts anderes darstellen als bloße Plattheiten und blöde Sprüche.

Hat man die Diagnose Borderline oder gar Psychose / Schizophrenie, sieht das noch ganz anders aus. Die Berichterstattung in den Medien was Psychosen und Schizophrenie angeht, ist zu einem großen Teil stark stigmatisierend. In jedem zweiten Krimi oder Thriller ist der Mörder ein Psychopath oder Psychotiker. Aktuelle Mordfälle sind nur dann von öffentlichem Interesse, wenn mindestens ein Psychotiker darin vorkommt, denn die vielen "normalen" Mörder, die wesentlich häufiger in Erscheinung treten, liefern keine Einschalt- bzw. Verkaufsquoten.

Einer aktuellen Studie zufolge wird über Gewalttaten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen sieben Mal (natürlich finde ich die Studie gerade nicht!) häufiger berichtet, als über die, die von sogenannten "Normalen" begangen werden. Die häufigsten Morde begehen z. B. Männer an ihren Ehefrauen. Diese Taten bieten jedoch kaum einen Anreiz zur Veröffentlichung. Sie enthalten kaum Möglichkeiten zu reißerischen Schlagzeilen, bieten keine guten Vermarktungsmöglichkeiten und gehören daher nicht in den Bereich "Auflagen steigernd".

So tragen Krimis und die aktuelle Medienberichterstattung einen großen Teil zur weiteren Stigmatisierung psychisch kranker Menschen bei. Damit werden bereits vorhandene Ängste verstärkt, Vorurteile gebildet, Ausgrenzung gefördert und eine wirksame Inklusion weiterhin verhindert.

Psychiatrie und ich


Warum erwähne ich das überhaupt? Wäre es nicht erheblich einfacher, wenn ich alles so lassen würde, wie es ist. Den Blog mit schönen Bildern, kurzweiligen Geschichten und ein paar nachdenklichen Notizen füllen? Friede, Freude, Eierkuchen?

Ja, es wäre einfacher, aber ich habe in meinem Leben nie den einfachsten Weg gewählt und ich werde garantiert nicht jetzt damit anfangen! Psychiatrie und psychische Krisen bilden einen nicht geringen Teil meines Lebens. Einen Teil, mit dem ich immer offen umgegangen bin, den ich nie versteckt habe.

Meiner festen Überzeugung nach lässt sich nur etwas ändern, wenn man selbst etwas dazu beiträgt. Schöne Gedanken, einfache Klicks und reines Wunschdenken hat noch nie eine Veränderung bewirkt. Nirgends und zu keinen Zeiten.

Seit einigen Jahren engagiere ich mich in diesem ganz speziellen Bereich, besuche Tagungen, Kongresse und nehme an trialogischen Psychoseseminaren teil, die ich teilweise als Mitmoderatorin mitgestalte.

Ich mische mich ein, habe keine Angst vor "großen Tieren", sage unverblümt und keinesfalls leise meine Meinung und habe die Ausbildung zur EX-IN abgeschlossen.

In meinem Blog findet man bisher davon kaum eine Spur. Ein existenzieller Teil meines Selbst fehlt.

Warum?

Diese Frage stelle ich mir und ich habe die Antwort darauf gefunden. Angst vor Outing? Nein, die hatte ich nie. Angst vor seltsamen Reaktionen? Damit kann ich umgehen.

Was mich abhält, den oben erwähnten Artikel zu veröffentlichen ist seltsamerweise etwas, worauf selbst ich nicht so schnell gekommen bin. Etwas, wozu ich erst diesen Text verfassen musste.

Es ist ein Gefühl von Fürsorge. Nicht für mich, sondern für diejenigen, die das vielleicht lesen könnten. Quasi eine vorweggenommene Selbstzensur, denn eventuell könnte ja jemand emotional von dem, was ich schreibe, überwältigt werden.

In mir drin ist immer noch dieser abwegige Gedanke, andere vor meinen Emotionen, meinen Erlebnissen schützen zu müssen.

Und ich erinnere mich gerade daran, wie ich einer Bekannten eines meiner nicht veröffentlichten Gedichte vorgetragen hatte und dann total fassungslos war, dass ihr am Ende des Gedichtes Tränen die Wangen herunterliefen.

Diese Tränen verursachten mir ein dermaßen großes Schuldgefühl, dass ich mit meinem jüngeren Sohn darüber redete. Seine Antwort werde ich nie vergessen. "Sehe es als ein Geschenk, dass Du einen anderen Menschen so tief berühren konntest, denn das ist selten und schön."

Im Grunde sollte ich diesen Satz als Schlusswort stehen lassen, aber ich nehme ihn jetzt zum Anlass, den schon lange angestrebten Wandel im Blog zu vollziehen. Mehr von mir. Mehr von der dunklen, der schweren und schmerzvollen Seite. Der Seite, ohne die man das Helle nicht so wertschätzen würde.

Was für eine Erkrankung ich habe? Wie meine Diagnose nach ICD-10 lautet?

Diagnose: MENSCH!


 Ariana



© Text by Ariana Lazar 05/06/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Sonntag, 9. April 2017

Grauer Einheitsbrei mit schwarzen Schlieren



Wenn das Ungeheuer, das immer in der Ecke lauert, hervorspringt und mich wieder einmal attackiert.
Wenn meine Tränen fließen, ohne dass ich ergründen kann, warum.
Wenn mich die Musik im Laden dermaßen nervt, dass ich die Ohropax aus dem Rucksack hervorhole und mir in die Ohren stopfe, um dem quakenden Gedudel zu entgehen.
Wenn ich Menschen und ihre Lautäußerungen nur noch unerträglich finde und mich am liebsten in ein dunkles Loch verkriechen möchte.
Wenn es mich wütend macht, dass überall Ängste geschürt werden, weil Angst mir die Luft zum Atmen nimmt und ich keine Angst mehr haben will.
Wenn ich mich hilflos und ausgeliefert fühle.
Wenn die Gedanken an bestimmte Menschen mich betrüben, weil ich ihr Verhalten nicht verstehe.
Wenn der Kloß in meinem Hals immer dicker und der Stein auf meiner Brust immer schwerer wird.
Wenn ich am liebsten meine Gedanken per Knopfdruck ausschalten würde, obwohl ich weiß, dass es dadurch nicht besser, sondern schlimmer werden wird.
Wenn draußen die Sonne scheint, aber sich in meinem Inneren nur ein grauer Einheitsbrei, versetzt mit schwarzen Schlieren, träge umherwälzt.
Wenn sich meine Energie im zweistelligen Minusbereich befindet.
Wenn es warm ist und ich doch von innen heraus friere.
Wenn ich mich, zum wiederholten Mal, wie ein zurückgelassenes Alien fühle, weil das Agieren der Menschen mich zunehmend befremdet.
Wenn ich darauf warte, dass ein Raumschiff erscheint, mich mitnimmt und zu einem Planeten bringt, auf dem es Wesen gibt, die mir nicht nur äußerlich ähneln.
Wenn ich mir das Leben einen winzigen Hauch leichter wünsche, als es ist.

Tja, dann krame ich in meinem Ordner mit den Gedichten. Heute habe ich eins ausgegraben, das schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Es passt. Zu gut für meinen Geschmack, aber das kann ich mir nicht aussuchen. Das Leben ist, wie es ist. Und an manchen Tagen, wie heute, ist es eben so, wie in dem Gedicht.

Nun, ich kann mich ärgern, dass ich dem Grund nicht auf die Spur komme, oder ich warte einfach ab, bis es wieder vorbei ist. Denn eines weiß ich aus Erfahrung sicher: Irgendwann hört es wieder auf und wird besser. Vielleicht, wenn ich Glück habe, schon morgen, vielleicht in einer Woche oder einem Monat. Wer weiß?

Ariana


© Foto & Text by Ariana Lazar 09/04/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Krikelkrakel

 

 

Krikelkrakel

von
Ariana Lazar


Krikelkrakel, Rumgeschmiere
in Kopf und Seele kleine Tiere
die lassen dich dich selbst vergessen,
weil sie dein Inneres zerfressen.

Sie nagen tiefer, Stück für Stück,
so dass am Ende bleibt zurück
ein lochzerfressenes Innerlei,
verziert mit schwarzem Trauerbrei.

Und in der Ecke, gut versteckt,
damit es niemand schnell entdeckt,
sitzt monsterhaft und riesengroß
die Trauer, und sie wartet bloß,
dass sie dich ungeschützt erwischt
und dann genüsslich dich zerbricht.

Auch wenn man sie nicht immer sieht,
so weiss man doch, dass es sie gibt,
dass sie nur wartet, bis man schwach,
denn dieses Monster ist stets wach.

Und selbst an Tagen hell wie Licht
zeigt sie dir manchmal ihr Gesicht.
Ganz unverhofft springt sie dich an.
Nichts gibt es, was sie hindern kann.



 <<<<<<<>>>>>>>


Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!


© Foto & Text by Ariana Lazar 09/04/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Montag, 6. März 2017

Februar, ach Februar, wohin bist du entschwunden?


Ein Blick auf den Kalender gibt Aufschluss. Er ist bereits vorbei. Fast unbemerkt. Und hinterlässt eine unfeine Lücke in meinem Blog. Wobei ich doch in diesem Jahr keine Bloglöcher produzieren wollte.

Der Blogumzug ist dementsprechend wieder verschoben. Nun kann ich darüber lamentieren, dass mir wieder nicht das gelungen ist, was ich mir vorgenommen hatte, oder ich konzentriere mich auf die positiven Aspekte meines Daseins. Ich ziehe Letzteres eindeutig vor, denn gestern ist Geschichte, das Morgen Zukunftsmusik und Leben geschieht immer im Jetzt!


Hindernisse


Der Februar hatte mich, wie bereits schon der Januar davor, mit extremen Schlafstörungen bedacht.

Mein Schlafrhythmus lässt öfter mal zu wünschen übrig. Da wird die Nacht zum Tag und umgekehrt. Unangenehm, da die Zeit, die man bei Tageslicht zur Verfügung hat, schlicht oft nicht ausreicht, um das eigene Leben so zu organisieren, dass man damit etwas anfangen kann. Unangenehm, aber trotzdem ist man irgendwann ausgeschlafen und aktiv.

Massive Schlafstörungen zeigen da andere Auswirkungen. Wenn man nur noch anderthalb bis zwei Stunden am Stück schlafen kann und sich dann zwischen einer und vier Stunden in einem halb wachen Zustand befindet, ist man nur eins: Permanent müde! Extrem müde, total erschöpft und kraftlos. Nichts, was die zwei Stunden Schlaf zu beenden imstande gewesen wären. Im Gegenteil hatte ich das Gefühl noch müder zu sein, noch erschöpfter, noch kraftloser

Kein erstrebenswerter Zustand, wie ich bemerken durfte.

Diese Zeit ist glücklicherweise nun vorbei und zu meinem eigenen Erstaunen verfüge ich derzeit über einen fast schon perfekten Schlafrhythmus.

Wie kommt das?


Virtuelle Realtät


Wie ich hier bereits geschrieben hatte, wollte ich meine Zeit bei Facebook einschränken. Aber die Zeit bei Facebook einschränken zu wollen, das hatte dann Ähnlichkeit mit dem Versuch, das Rauchen einzuschränken. An den ersten beiden Tagen klappt das ganz gut, dann wird es unmerklich von Tag zu Tag wieder mehr und am Ende landet man fast schon wieder bei der vollen Dosis!

Mit dem Rauchen habe ich vor nunmehr fast 10 Jahren von einem Tag auf den anderen aufgehört. Dieses Prinzip habe ich jetzt auf FB angewendet und es zeigt ähnliche Ergebnisse!

Anfangs denkt man oft, dass man doch "Mal ganz kurz" bei FB reingucken sollte. Da ich aber ein sehr reflektierter Mensch bin, habe ich immer den Grund hinter diesem Wunsch gesucht und ganz schnell gemerkt, dass es, wie beim Rauchen, die pure Gewohnheit ist.

Ändert man eine Gewohnheit, fehlt in der ersten Zeit einfach etwas.

Und so habe ich mich jedes Mal, wenn der Drang aufkam "kurz Facebook" aufzumachen, gefragt, ob ich das wirklich brauche und, viel wichtiger für mich, ob es mir gut tun würde.

Die Antwort war ein klares eindeutiges NEIN! So ein klares "Nein" hilft ungemein!

Nein, FB tut mir nicht gut! Bei dem, was in meiner Timeline in der letzten Zeit so aufgetaucht ist, fühlte ich mich zunehmend hilflos. Ein Klick bei FB ändert nichts, aber auch gar nichts an der herrschenden Realität.

Jedoch ändert der Hass, die Ignoranz und die Menschenfeindlichkeit, die einem, ob man nun will oder nicht, dort von vielen Seiten entgegenschlägt etwas in einem selbst! Sie rauben die eigene Kraft, verstärken das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit und schlagen sich in körperlichen Reaktionen nieder! Hass macht krank. Ganz real!

Mit jedem weiteren Tag ohne FB, ohne Hass und ohne diese zwangsläufige Hilflosigkeit angesichts dieser immer weiter wachsenden menschenverachtenden Haltung, geht es mir besser.

Ich kann wieder schlafen, richtig gut schlafen sogar. Etwas, was schon länger nicht oder kaum noch möglich war. Mir bleibt genügend Energie, um meinen Alltag zu bewältigen, mich um Dinge zu kümmern, die mir gut tun, wieder ordentlich für mich zu sorgen und meine Kreativität aus dem Kellergewölbe nach oben zu holen.

Es ist wie ein Erwachen aus einem langen Albtraum, als würde man wieder den Boden unter den Füßen spüren können. Geerdet sein. Durchatmen. Hier und jetzt.


Ein kleines Bedauern


spüre ich trotz aller positiven Entwicklungen. Durch FB habe ich einige Menschen getroffen, denen ich sonst wohl kaum begegnet wäre. Da ergaben sich tolle und bereichernde Begegnungen, auf die ich nur ungern verzichte.

Was bedeutet, dass ich FB nicht ganz den Rücken kehren werde, weil ich die dort gefundenen Kontakte nicht verlieren möchte. So ist es der Zukunft überlassen zu zeigen, wohin sie mich führt.

Eine Frage stelle ich mir jeden Tag:

Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich ihn hier / mit diesen Menschen verbringen wollen?

Die Fragestellung lässt sich ohne Weiteres den eigenen Lebensumständen anpassen. Sie verlangt nach einer absolut ehrlichen Antwort.

Mögen meine und Eure Antworten ganz oft ein JA! sein!

P. S.
Der Kampf gegen sich selbst ist der härteste Kampf, den es gibt. Daher ist es sinnvoller nicht gegen sich zu kämpfen, sondern für sich! (Ariana Lazar)




© Foto & Text by Ariana Lazar 06/03/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Donnerstag, 19. Januar 2017

2017 - Ein Ausblick auf Veränderungen, Wünsche und Vorhaben

Wish it, Dream it, Do it!
Wo es einen Rückblick gibt, sollte ein Ausblick nicht fehlen.

Der halbe Januar ist schon vorüber, die Zeit vergeht wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Der richtige Augenblick für einen Ausblick auf das noch junge Jahr, ehe es zu alt dafür wird.

Natürlich ist dieser Ausblick ganz persönlich, denn nur auf das, was mich selbst betrifft, kann ich eventuell Einfluss nehmen.


Unabänderliche Veränderungen


Ja, die gibt es. In meinem Fall ist dies das Auslaufen des Persönlichen Budgets, das Ende Mai ansteht. Nachdem ich nun sieben Jahre zu den Privilegierten gehöre, denen ein solches Budget bewilligt wurde, läutet die zweite Jahreshälfte das Ende einer relativ langen Ära ein.

Damit ist wieder einmal umdenken und umplanen angedacht. Nichts wirklich Neues für mich und bis dahin bleibt mir genügend Zeit, die dadurch notwendigen Umgestaltungen meines Alltags zu bedenken.

Wichtig ist, dass ich mir im Vorfeld Alternativen für den Austausch bei Krisensituationen suche, damit ich in einer Krise Personen und/oder Orte parat habe, wohin ich mit notfalls wenden kann. Dabei werde ich Unterstützung bekommen. Nichts, wovor ich mich fürchten müsste.

So ein Abschied von Altgewohntem bringt immer einen Neuanfang mit sich und damit die Chance, sich weiter zu entwickeln.


Geplante Veränderungen / Wünsche


dürfen im neuen Jahr nicht fehlen. In der Überschrift steht Wünsche, weil ich so meine Schwierigkeiten mit eigenen Plänen habe, da funkt mir gerne etwas dazwischen, aber Wünsche, Wünsche habe ich einige.

Einen davon versuche ich derzeit bereits umzusetzen.


  • Weniger Zeit auf Facebook verbringen

Facebook belastet mich in der letzten Zeit immer mehr. Meine Timeline quillt oft über mit Dingen, die ich schrecklich finde. Teilweise bekomme ich ähnliche Artikel von mindestens fünf oder mehr Quellen angezeigt. Das erzeugt Frust, belastet mich seelisch extrem und sorgt dafür, dass die sehr begrenzte Energie, über die ich verfüge, sich ganz schnell verflüchtigt.

Meinem Facebook-Account weniger Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen gebietet mir die Selbstfürsorge. Dafür bleibt mir mehr Muße, mich mit Dingen zu beschäftigen, die mir Kraft geben, statt mich auszusaugen. Dinge, die mir guttun, anstatt mich verzweifelt und ausgebrannt zurückzulassen.

Dazu kommt zudem, dass ich das Gefühl der Hilflosigkeit nicht mag, denn ändern kann ich weder, dass Trump ein offensichtlich schwachsinniger Egomane ist, noch bin ich in der Lage die Gesinnung von Menschen zu ändern, mit denen ich persönlich nichts am Hut habe.

Die auf FB gesparte Kraft stecke ich lieber in meinen Alltag. Hier habe ich schon mehr als genug gegen Rassismus, Intoleranz und Exklusion zu kämpfen.


  • Mehr Zeit für Kreatives
 
Lange geplante Vorhaben umsetzen und, vor allem, mehr Zeit für mein allerliebstes Hobby aufwenden zu können: das Schreiben!

In meinem Kopf und in meiner Projektkladde warten so viele Ideen auf ihre Umsetzung, dass ich wahrscheinlich Jahre alleine mit der Abarbeitung der vorhandenen Punkte benötige. Dabei kommt immer wieder Neues dazu. Fehlende Gedankenblitze sind das Letzte, was ich befürchte.

Neben dem Schreiben und dem Fotografieren habe ich noch das eine oder andere Hobby, dem ich gerne mehr Raum schenken würde.


  • Umzug und Neugestaltung des Blogs

Ein Blogumzug steht schon länger auf meiner Wunschlist und eine Sichtung meiner eigenen Blogbeiträge in den letzten Tagen, zeigte mir, dass Ausmisten und Neugestaltung dringend nötig sind.

Noch kurz vor Jahresende gab es die Überlegung, ob nicht ein einfacher Umzug nach Wordpress reicht. Davon bin ich jedoch abgekommen, da es mich in meiner Freiheit ziemlich einschränkt und ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin.

Schön wäre es, wenn ich diesen Wunsch im Februar in Angriff nehmen könnte.


  • Mich wieder mehr in den Trialog einbringen, und dort als Moderatorin mitwirken

Letztes Jahr habe ich umständehalber den Trialog sehr vernachlässigt, dabei liegt mir dieses Thema sehr am Herzen. Schön fände ich es zudem, wenn ich Möglichkeiten finden würde, meine EX-IN-Ausbildung nutzbringend anzuwenden.

- - - - - - - - - - - - - - - - - -


Wünsche habe ich noch eine ganze Menge, aber der Text ist wieder einmal sehr lang geworden und das Wichtigste habe ich festgehalten.

Ploppen noch mehr Gedanken dazu auf, werde ich versuchen, sie hier festzuhalten. Für mich, als Eselsbrücke und sanft mahnende Erinnerung.

Man kann nie genug Wünsche haben, aber man bekommt selten genügend Zeit, sie alle zu leben.


Ariana


© Foto & Text by Ariana Lazar 19/01/2017

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Mittwoch, 29. Juni 2016

Der Verlust der Worte

Die Worte


Als ich gestern nach einem schönen Tag nach Hause gekommen bin, wollte ich mich ursprünglich hinsetzen und darüber schreiben, was mir an diesem Tag widerfahren war.

In meinem Kopf schwirrten lauter schöne, Kraft gebende und farbenfrohe Worte herum, die darauf drängten, aufgeschrieben zu werden.

Der Fehler


Anstatt mich hinzusetzen und die Worte gleich in meine Tastatur fließen und dadurch Gestalt annehmen zu lassen, öffnete ich meinen Browser und damit diese andere Welt.

In meinem Fall die Welt von Facebook und schon nach wenigen Augenblicken bereute ich es, denn so ziemlich das Erste, was Facebook mir entgegenrief, war nichts Erfreuliches. Wie so oft in letzter Zeit.

Der Tod von Bud Spencer sprang mich an und fast augenblicklich wisperten die Worte in meinem Kopf nur noch.

Eine traurige Nachricht fürwahr und doch, trotz aller Traurigkeit, eher zweitrangig, denn den Menschen hinter diesem Namen kannte ich nicht persönlich, wenngleich er oft ein gern gesehener Gast in meinem Wohnzimmer war. Aber dieser Gast zeigte sich nur als Abbild in verschiedenen Rollen auf meinem Fernseher und wie viel dieses mit dem Menschen gemein hatte, der die Rollen verkörperte, blieb mir verborgen.

Obwohl ich den Menschen Bud Spencer nicht wirklich kannte, mochte ich ihn. Seine Augen blickten immer freundlich und ich mochte die Lachfalten um sie herum. In seinen Filmen gab es nie Tote, alle standen wieder auf und das Gute gewann jedes Mal ganz selbstverständlich.

Die Trauer


So unverhofft mit dem Tod des sympathischen Mannes konfrontiert, stellte sich bei mir, wie wohl bei vielen anderen Menschen, eine leise Trauer und ein wehmütiges Bedauern ein.

Schon wieder ein Guter, der gegangen ist. Es waren schon einige in diesem Jahr.

Obwohl ich es besser wissen sollte, ließ ich es zu, dass diese Meldung mich stark beschäftigte, und befasste mich intensiver damit. Das geschieht bei Facebook fast schon zwangsläufig, denn meine Timeline war schnell voller Statusbeiträge, die das Ableben des Künstlers zum Inhalt hatten.

Der Verlust


Zu lange und zu intensiv, wie ich nach einiger Zeit feststellen musste, denn als ich mich innerlich wieder meiner eigentlichen selbst gestellten Aufgabe zuwenden wollte, stellte ich verdattert fest, dass ich weit weg von dem war, was ich schreiben wollte. Sowohl inhaltlich als auch emotional.

An etwas Schönem festzuhalten, wenn man sich auf deprimierende, traurige oder schlicht schlimme Nachrichten konzentriert, ist extrem schwierig, fast unmöglich. Das Schöne tritt in den Hintergrund, verschwimmt, löst sich in Nebel auf und ist nicht mehr fassbar. Nicht, dass es ganz verschwunden wäre, es wird aber diffus, verweigert sich der Sprache und flutscht Dir zwischen den Fingern davon, als wäre es Wasser.

Nicht umsonst gucke ich schon lange Jahre keine Nachrichten im Fernsehen mehr. Es deprimiert mich zu sehr, verdeutlicht mir die eigene Hilflosigkeit angesichts der furchtbaren Dinge, die Menschen anderen Menschen antun und nimmt mir die Luft zum Atmen. Und es raubt mir die Kraft, die ich benötige, um wenigstens ein Stück weit meinen Alltag zu bewältigen.

Und so trauere ich wieder. Diesmal ist die Trauer größer und der Verlust für mich selbst bedeutungsvoller. Sprache ist für mich mehr, als die Möglichkeit der Kommunikation. Worte transportieren Stimmungen, Farben, Gefühle und Worte zu verlieren, in ihrem Zusammenhang, ihrer Bedeutung, ihrer Kraft und Unmittelbarkeit, schmerzt mich.

So vieles befindet sich bei mir gerade im Wandel, so vieles ändert sich, da möchte ich so gerne festhalten, was mich stärkt.

Die Hoffnung


Am Ende bleibt mir nur die Hoffnung. Die Hoffnung, dass die Worte wieder aus den Nebelschwaden der Insel des Vergessens zu mir zurückfinden, wenn ich mir Zeit nehme und mich in Geduld übe.

Morgen habe ich einen wichtigen Arzttermin, danach bleibt mir Zeit mich irgendwohin zu setzen, meinen Schreibblock vor mich hinzulegen und den Kugelschreiber in die Hand zu nehmen. Wer weiß schon, was alles geschieht, wenn man einfach nur wartet!

Die Hoffnung sollte man nie verlieren und vielleicht sollte ich selber den Satz mehr beherzigen, den ich heute als bildliche Untermalung des Artikels genommen habe:


"Nichts ist schwieriger festzuhalten, als ein flüchtiger Gedanke!" 
(Leider weigert sich blogger gerade total, das Bild hochzuladen! Was mich darin bestärkt, so schnell wie möglich mit dem Blog umzuziehen.)


Lieben Gruß

Ariana



© Foto & Text by Ariana Lazar 29/06/2016

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved

Mittwoch, 23. März 2016

Dortmund Westfalenpark - ein Spaziergang in Bildern


Lange habe ich überlegt, ob ich heute überhaupt einen Blogbeitrag schreiben soll. Einen, in dem es nicht um Bomben, Terror, Hass und Fremdenfeindlichkeit geht, sondern um einen wohltuenden Spaziergang an einem sonnigen Tag. Das Ganze gespickt mit vielen schönen Bildern.

Kann, darf, soll ich das, an einem Tag, wie heute?

Meine Antwort auf die mir selbst gestellte Frage ist ein klares JA! Ich darf, kann und soll an so einem Tag nicht nur einen Blogbeitrag schreiben, sondern ich muss es sogar!


Jetzt erst recht!


Zum Einen bin ich der Ansicht, dass der immer weiter um sich greifende Hass dringend ein Gegengewicht benötigt, zum Anderen will ich mich nicht dem Terror beugen! Wer aus lauter Angst nicht mehr zu leben und/oder zu schreiben wagt, reagiert genau so, wie es sich die Terroristen erhoffen.

Gerade weil wir derzeit dem Hass und der Fremdenfeindlichkeit kaum entkommen können, ist es wichtig, sich nicht davon unterbuttern zu lassen. Wir müssen dem etwas entgegensetzen, weil es sonst unser Leben vergiftet, uns vereinnahmt und uns handlungsunfähig macht. Wir sollten das Positive nicht aus unserem Leben verbannen, weil es ein paar Unbelehrbaren gefallen würde, dass wir in Angst erstarren.

Da positive Geschichten, Erlebnisse und Bilder wichtig für unser eigenes inneres Gleichgewicht sind und uns in die Lage versetzen neue Kraft zu schöpfen, werde ich heute und in Zukunft Bilder posten und Geschichten erzählen.

Um Positives zu verbreiten, ein paar unbeschwerte Stunden oder Minuten zu teilen und vielleicht, ein ganz klein wenig dazu beizutragen, die Welt ein winziges bisschen besser zu machen. Und sei es nur für einen einzigen Augenblick!

Drei Tage Dortmund - Im Westfalenpark


Ganze drei Tage habe ich mich in Dortmund aufgehalten, zwei davon waren dem Besuch der Creativa vorbehalten.
Am Donnerstag ging es, bei strahlend blauem Himmel, los. Die Bahnfahrt verlief ruhig und ereignislos. Das Check-in beim Hotel reibungslos. Das Zimmer klein, das Bett groß, freundlich eingerichtet, dazu sauber und ruhig! Herz, was begehrst Du mehr!

Da für Donnerstag kein Besuch der Creativa angedacht war, die Sonne auch in Dortmund vom Himmel strahlte, frühlingshafte Temperaturen herrschten und noch ein paar Stunden Sonnenlicht zu erwarten waren, schnappte ich mir Kamera und Stadtplan und machte mich auf die Socken! Dieses Wetter musste unbedingt ausgenutzt werden!

Nach Rücksprache mit den netten Empfangsdamen entschied ich mich für einen Spaziergang im Westfalenpark. Ein paar U-Bahn-Stationen und fünf Minuten Fußweg später erreichte ich mein Wunschziel.

Nach entrichten eines Obolus in Höhe von 3,50 € erblickt man zuerst das höchste Bauwerk des Parks, den 208,56 m hohen Florianturm, wie der Dortmunder Fernsehturm genannt wird.

Florianturm im Dortmunder Westfalenpark
Rund 60 ha Parkfläche in nur wenigen Stunden zu erkunden ist unmöglich und deshalb habe ich das gar nicht erst versucht. Ich bin langsam durch den Park geschlendert, habe die Sonne und den warmen Wind genossen und ab und zu die Kamera gezückt.

Ist das leuchtende orange der Blütenstempel des lila Krokus, gepaart mit den zarten Blütenblättern und dem Schattenspiel, nicht herrlich?

Lila Krokus
Ich liebe es, wenn die Sonne Farben doppelt erstrahlen lässt, wie hier bei den Narzissen.

Von der Sonne werden die Narzissen zum Strahlen gebracht
Das Spiel von Licht und Schatten auf den Wegen.


Die Schönheit mit dem Apfel, die inmitten eines, nun kahl wirkenden, Rosengartens auf mich zu warten schien.



Das Zeltdach, unter dem eine Bank müden Wanderern die Möglichkeit des Rastens bietet.


Der Florianturm im goldenen Licht des Spätnachmittags.


Die zarten weißen Blüten der wilden Pflaume.
Eine der vielen Wiesen mit zahlreichen Maulwurfshügeln. Noch nie zuvor habe ich derart viele Maulwurfshügel zu Gesicht bekommen, wie im Westfalenpark. Fast kein Fleckchen Erde im Park war frei von den Erdhügeln, der kleinen schwarzen Gesellen, die sich hier wohl besonders wohl fühlen.

Hier wohnt ein fleißiger Maulwurf
Es gab Hügel jeder Art und Größe! Die Farbe der aufgeworfenen Erdhaufen bewegte sich zwischen hellgrau und trocken, bis zu schwarz und feucht. Leider habe ich keinen der Erdbewohner vor die Linse bekommen.

Erste Rosenblätter

Die winzigen runden Blütenkügelchen der Eibe

Blühende Eibe
Bei den nächsten beiden Bildern konnte ich mich einfach nicht für eins entscheiden. Sie zeigen eine Industrieanlage weit außerhalb des Parks. Das Dach davor gehört zu einer der Lauben, die anscheinend Teil des Westfalenparks sind.



Für die im Torfhaus stattfindenden wechselnden Ausstellungen war ich zu früh dran.

Galerie Torfhaus
Nicht weit vom Torfhaus entfernt entdeckte ich einen kleinen Skulpturengarten.

Besonders schön fand ich die Marmorskulptur der Quellennymphe mit dem Titel "Still allein" von August Kranz.

Quellennymphe
Leider habe ich bei der Holzskulptur vergessen, die erklärenden Schilder zu fotografieren. Dass es um Liebe und Familie geht, kann man jedoch zweifelsfrei erkennen.



"Mutter und Kind" Pierre Schumann 1958
"Mutterliebe" - Rügener Granit - Mile Prerad 2015
Kunst am Buchsbaum? Oder schlicht ein Haufen?

Buchsbaum in Haufenform

Eingefangene Abendsonne

Golden wirkende Gräser im Abendlicht
Pappel mit Mondsichel am blauen Himmel


Eine der Krokuswiesen - Krokusse dicht an dicht


Wie sollte ich mich da entscheiden? Richtig! Gar nicht!



Wenn ich richtig recherchiert habe, ist dies eine Zwergkiefer. Sie stand in einem Hochbeet, ein idealer Standort, um in voller Pracht abgelichtet zu werden.


Büschelweise Narzissen


Die Knospe der wilden Tulpe ist ganze zwei Centimeter groß!

Winzige rote Wilde Tulpe
Schneeglöckchen
Lenzrosen in verschiedenen Farben

Lenzrosen
Leberblümchen
Mit dem Bild dieses wunderschönen blattlosen Baumes, bestrahlt von der Abendsonne, geht mein Westfalenparkbesuch zu Ende.



Nachdem ich zwei Stunden durch den Park gelaufen war, bin ich von dort aus per pedes zurück in die Stadt. Mein Hotel lag in Bahnhofsnähe, was einen zusätzlichen Fußmarsch von etwas über einer Stunde bedeutete.

Für dieses eine Foto habe ich die Kamera jedoch noch einmal aus dem Rucksack geholt. Diese rostige Litfaßsäule musste ich einfach im Bild festhalten. Für mich zeigt sie die eigenartige Schönheit, die Vergehen und Verfall manchmal entwickeln. Sofern man bereit ist, sie zu sehen.

Rostige Litfaßsäule

Damit beende ich für heute meinen Reisebericht. Bilder und Geschichten von und über die Creativa und den wundervollen Menschen, denen ich dort begegnen durfte, werden folgen.

Ein Lächeln zu schenken, ist der größte Gewinn, den man erzielen kann. In der Hoffnung, dass mir dies gelungen ist, schicke ich liebe Grüße.

Ariana



© Foto & Text by Ariana Lazar 23/03/2016

Alle Rechte vorbehalten >< All rights reserved